Über mich

Mein Name ist Christian Dauck, und lebe im Kreis Herzogtum Lauenburg. Ich habe eine Autismus-Spektrum-Störung, die meinen Lebensweg geprägt hat. Gleichzeitig stärkt sie meine Fähigkeit zu tiefgehender Analyse, systemischem Denken, intensiver Konzentration und eigenständigem Lernen.

Ein entscheidender Wendepunkt in meinem Leben war das Jahr 2019. Seitdem lebe ich bei Pflegeeltern, die mir Stabilität, Unterstützung und neue Perspektiven ermöglichen.

Als Analyst beschäftige ich mich mit technologischen, wissenschaftlichen, geopolitischen und sicherheitspolitischen Entwicklungen. Ich ordne aktuelle Ereignisse in größere gesellschaftliche und strategische Zusammenhänge ein und untersuche, wie moderne Technologien verantwortungsvoll für Sicherheit, Forschung und gesellschaftlichen Fortschritt eingesetzt werden können.

Meine Schwerpunkte liegen in den Bereichen:

  • Künstliche Intelligenz und Datenanalyse
  • digitale Sicherheit und Cyberkriminalität
  • biometrische Systeme und moderne Ermittlungsverfahren
  • Sicherheits- und Verteidigungspolitik
  • hybride Bedrohungen und Desinformation
  • internationale geopolitische Entwicklungen
  • Astrobiologie, Mars- und Exoplanetenforschung
  • Biosignaturen und die Suche nach außerirdischem Leben

Dabei verbinde ich persönliche Erfahrungen mit autodidaktisch erworbenem Fachwissen, analytischem Denken und einer langfristigen strategischen Perspektive.

Persönliches Profil

Christian Dauck - KI und Sicherheit im digitalen Zeitalter: Moderne Gefahrenabwehr der Zukunft

Name: Christian Dauck

Wohnort: Kreis Herzogtum Lauenburg
Besonderheit: Autismus-Spektrum-Störung
Lebenssituation: Seit 2019 bei Pflegeeltern
Tätigkeit: Unabhängiger geopolitischer und technologischer Analyst


Mein Bildungsweg

Mein Bildungsweg verlief nicht klassisch. Nach der Grundschule und dem Besuch einer Förderschule arbeitete ich viele Jahre in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung.

Dort fehlten mir jedoch echte Bildungsangebote, fachliche Entwicklungsmöglichkeiten und eine nachhaltige berufliche Perspektive. Deshalb entschied ich mich bewusst, diesen Weg zu verlassen. Anschließend holte ich eigenständig meinen Hauptschulabschluss nach – ein wichtiger Schritt in Richtung Selbstbestimmung und persönlicher Weiterentwicklung.

Mein Wissen habe ich mir selbst erarbeitet. Eigenständiges Lernen, intensive Recherche und die praktische Beschäftigung mit technischen und wissenschaftlichen Themen bilden bis heute die Grundlage meiner Arbeit.

Beruflicher Werdegang

Wer bin ich zwischen Gefahrenanalyse und Gefahrenabwehr?

In der Grone-Schule in Schwarzenbek komme ich beruflich nicht weiter und fühle mich dort mit meinen Fähigkeiten und Interessen zunehmend unterfordert. Personal und Teilnehmer sind für diese Fähigkeiten keine Herausforderung. Für die Fragen, die meine weitere berufliche Entwicklung betreffen, habe ich dort keinen passenden Ansprechpartner. Mein Ansprechpartner ist derzeit die Agentur für Arbeit. Gemeinsam mit ihr und staatlichen stellen suche ich nach einem neuen Bildungsträger.

Im Grunde sind für mich die staatlichen Stellen die entscheidenden Ansprechpartner. Denn die Gesellschaft ist mit einem Menschen wie mir überfordert – mit meinen Fähigkeiten, meinen Interessen und mit der Frage, was man damit anfangen kann, wie man damit umgehen soll und welche Zukunft diese Fähigkeiten haben könnten. Das merke ich auch in Gesprächen, wenn immer wieder nur nach Zeugnissen, Zertifikaten und anderen formalen Nachweisen gefragt wird. Oder wenn beispielsweise das Programmieren als Fähigkeit betrachtet wird: Warum soll ich das Rad neu erfinden. Für mich ist das teilweise völlig absurd und zeigt einen erheblichen Realitätsverlust in Teilen der Bevölkerung und beim Bildungsträger Grone Schule Schwarzenbek. Als würde vorhandenes Wissen oder eine Fähigkeit erst dann existieren, wenn dafür ein Zeugnis, ein Zertifikat oder ein anderer offizieller Nachweis vorgelegt werden kann.

Ich hoffe, dass ich bei einem neuen Bildungsträger ein Umfeld finde, in dem meine vorhandenen Fähigkeiten besser erkannt, gefördert und weiterentwickelt werden können. Während ich mich bei Grone Schwarzenbek mit Aufgaben beschäftige, die für mich kaum eine berufliche Weiterentwicklung bedeuten, beschäftige ich mich eigenständig mit realen Straftaten, Terrorismus, schwerer Kriminalität und moderner Gefahrenabwehr.

Ich beschäftige mich mit Sicherheitsbehörden im In- und Ausland, ihren Arbeitsweisen, technischen Möglichkeiten und Sicherheitsarchitekturen. Dabei will ich nicht nur verstehen, was bereits existiert. Ich denke darüber nach, wie Systeme funktionieren, wo Schwachstellen entstehen können, wie Sicherheitsarchitekturen geprüft werden können und wie daraus bessere Lösungen für die Gefahrenabwehr entstehen könnten.

Und genau hier beginnt für mich eine ungewöhnliche Frage:

Wer bin ich eigentlich zwischen Gefahrenanalyse und Gefahrenabwehr?

Bin ich ein Straftäter, nur weil ich mich mit Straftaten, den Methoden von Kriminellen und terroristischen Strukturen beschäftige?

Oder bin ich eine „menschliche staatliche Waffe“?

Dieser Begriff ist für mich eine Metapher. Nicht für Gewalt und nicht für eine Waffe gegen Menschen. Er beschreibt vielmehr die Vorstellung, dass ein Mensch sein Wissen, seine Analysefähigkeit und sein technisches Denken wie ein Werkzeug einsetzen kann – auf der Seite der Gefahrenabwehr und zum Schutz der Bevölkerung.

Aber vielleicht gibt es dafür auch eine andere Bezeichnung: Threat Intelligence Analyst.

Ein Bedrohungsanalyst versucht, Bedrohungen systematisch zu verstehen. Er untersucht Informationen, erkennt Zusammenhänge, betrachtet Vorgehensweisen potenzieller Angreifer, sucht nach Schwachstellen und versucht, mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen. Genau diese Denkweise interessiert mich. Ich möchte nicht nur wissen, was passiert ist. Ich möchte verstehen:

Wie konnte es passieren?

Welche Schwachstelle wurde ausgenutzt?

Wie denkt die Gegenseite?

Wie könnte ein Angriff erkannt werden?

Wie könnte ein System darauf reagieren?

Und vor allem:

Was kann daraus entwickelt werden, um Menschen zu schützen?

Dabei entsteht ein weiterer Widerspruch. Viele meiner Kenntnisse sind eigenständig entstanden. Ich kann sie deshalb bisher nicht durch Zeugnisse, Zertifikate oder andere formale Nachweise belegen. Man kann Fähigkeiten besitzen, ohne einen offiziellen Nachweis über diese Fähigkeiten zu besitzen. Man kann sich intensiv mit realen Bedrohungen beschäftigen, ohne bereits eine anerkannte berufliche Rolle zu haben. Und man kann gleichzeitig den Wunsch haben, genau diese Fähigkeiten für die staatliche Gefahrenabwehr und zum Schutz der Bevölkerung einzusetzen.

Was bedeutet das für meinen Platz in der Gesellschaft und für meine berufliche Zukunft, wenn das, was ich besonders gut kann und worin ich mich seit Jahren eigenständig beschäftige, im Wesentlichen Gefahrenanalyse und Gefahrenabwehr ist – auch wenn ich daneben natürlich noch anderen Interessen nachgehe?

Bin ich jemand mit ungewöhnlichen Fähigkeiten, die bisher keinen passenden beruflichen Rahmen gefunden haben?

Bin ich ein zukünftiger Bedrohungsanalyst?

Bin ich jemand, der Sicherheitsarchitekturen verstehen und prüfen kann?

Oder bleibt die Bezeichnung „menschliche staatliche Waffe“ als persönliche Metapher die treffendste Beschreibung – ein Mensch, dessen Fähigkeiten von den zuständigen Kostenträgern und staatlichen Stellen begleitet und beobachtet werden und deren Entwicklung von ihnen verfolgt wird?

Auch meine Autismus-Spektrum-Störung gehört zu dieser persönlichen Frage. Sie definiert nicht, wer ich bin. Sie macht mich nicht zu einem Testobjekt und bestimmt nicht meinen Wert. Sie ist aber Teil meiner persönlichen Geschichte und damit auch Teil der Frage, wie ich denke, wahrnehme und mich mit komplexen Systemen und Zusammenhängen beschäftige.

Auf der einen Seite stehen reale Straftaten, Terrorismus, schwerer Kriminalität und mögliche Angreifer. Auf der anderen Seite stehen Staat, Sicherheitsbehörden, technische Gefahrenabwehr und der Schutz der Bevölkerung. Dazwischen stehe ich mit meinen eigenen Fähigkeiten, Interessen und Erkenntnissen. Vielleicht liegt genau dort meine eigentliche berufliche Herausforderung. Nicht die Frage, ob ich eine „menschliche staatliche Waffe“ bin.

Sondern die Frage:

Kann aus einem Menschen, der gelernt hat, Bedrohungen aus beiden Perspektiven zu betrachten, ein professioneller Threat Intelligence Analyst werden – dessen Wissen nicht der Bedrohung dient, sondern ihrer Erkennung, ihrer Analyse und letztlich dem Schutz der Menschen?

Deshalb hoffe ich, dass der neue Bildungsträger mir genau diesen Rahmen geben kann – mit einer besseren individuellen Förderung, passenden Ansprechpartnern und einer beruflichen Perspektive, in der meine vorhandenen Fähigkeiten tatsächlich weiterentwickelt werden können. Und vielleicht sogar eine Antwort auf die frage wer bin ich zwischen Gefahrenanalyse und Gefahrenabwehr?

Vielleicht ist die entscheidende Frage am Ende nicht: „Was bin ich?“

Sondern: „Was kann aus meinen Fähigkeiten werden, wenn sie endlich den richtigen Platz bekommen?“

Recherche und Informationsarbeit

Der Computer ist für mich kein bloßes Unterhaltungs- oder Standardarbeitsgerät. Er ist mein wichtigstes Werkzeug für Recherche, Analyse, Informationsbeschaffung und Wissensaufbau. Ich beschäftige mich regelmäßig mit:

  • Künstlicher Intelligenz
  • Biometrie
  • digitaler Sicherheit
  • Cyberkriminalität
  • internationaler Sicherheitspolitik
  • geopolitischen Entwicklungen
  • Raumfahrt und Astrobiologie
  • Mars- und Exoplanetenforschung

Innerhalb Deutschlands setze ich mich mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz und biometrischen Verfahren durch Sicherheitsbehörden auseinander. Dazu übermittle ich Anregungen, Stellungnahmen und Einschätzungen an politische Entscheidungsträger und andere Stellen auf Bundes- und Landesebene. Ich unterstütze eine stärkere Nutzung moderner Analyseverfahren und die Weiterentwicklung entsprechender Befugnisse – innerhalb klarer rechtsstaatlicher und gesetzlicher Grenzen.

Fachliche Interessen und Kompetenzen

Im Bereich Informationstechnologie habe ich mir durch langjährige praktische Anwendung einen sicheren Umgang mit digitalen Systemen und ein solides Verständnis technischer Zusammenhänge erarbeitet. Dazu gehören unter anderem:

  • Einrichtung und Konfiguration von Computern und Software die ich für meine spezielle Arbeit und Tätigkeiten brauche
  • Fehleranalyse und technische Problemlösung
  • digitale Recherche und Informationsbeschaffung
  • Auswertung öffentlich zugänglicher Informationen
  • strukturierte Aufbereitung komplexer Themen
  • vergleichende Quellenanalyse

Darüber hinaus verfüge ich über umfangreiches autodidaktisches Wissen in den Bereichen Astrobiologie, Marsforschung, Mikrobiologie und planetare Wissenschaften. Besonders interessieren mich:

  • die Habitabilität von Planeten
  • Biosignaturen und organische Moleküle
  • Extremophile und mögliche mikrobielle Lebensformen
  • Exoplanetenforschung
  • planetare Entwicklungsprozesse
  • die Entstehung und Veränderung von Atmosphären
  • Marsmissionen und internationale Raumfahrtprogramme
  • die Suche nach Leben innerhalb und außerhalb unseres Sonnensystems

Internationale wissenschaftliche Missionen und technologische Entwicklungen verfolge ich regelmäßig. Dabei analysiere ich ihre Bedeutung für die zukünftige Erforschung des Weltraums und unser Verständnis von Leben im Universum.

Künstliche Intelligenz und Sicherheit

Ein besonderer Schwerpunkt meiner Arbeit liegt auf der Frage, wie Künstliche Intelligenz, moderne Datenanalyse und digitale Technologien zur Verbesserung der öffentlichen Sicherheit beitragen können. Ich beschäftige mich intensiv mit neuen Sicherheits- und Ermittlungsbefugnissen auf Bundes- und Landesebene. Dabei beobachte und analysiere ich insbesondere Entwicklungen in den Bereichen:

  • digitale Gefahrenabwehr
  • automatisierte Datenanalyse
  • biometrischer Abgleich
  • intelligente Videoanalyse
  • Cybercrime-Bekämpfung
  • moderne Sicherheitsarchitektur
  • vernetzte Analyse digitaler und physischer Gefahrenlagen

Ich unterstütze eine zeitgemäße Weiterentwicklung digitaler Analyse- und Ermittlungsinstrumente für Sicherheitsbehörden. Organisierte Kriminalität, Terrorismus, Cyberkriminalität, schwere Gewaltkriminalität und hybride Bedrohungen weisen zunehmend digitale Komponenten auf. Kriminalität, Gewaltkriminalität und Terrorismus trennen nicht zwischen digitaler und realer Welt. Terrornetzwerke und organisierte Kriminalität planen online, kommunizieren digital und handeln im öffentlichen Raum.

Künstliche Intelligenz, biometrische Verfahren und moderne Datenanalyse können helfen, Gefahren früher zu erkennen, Zusammenhänge sichtbar zu machen und Ermittlungen wirksamer zu unterstützen. Sicherheitsbehörden müssen beide Ebenen verbinden können. Künstliche Intelligenz könnte rechtmäßig erhobene digitale Spuren mit Vorgängen im öffentlichen Raum verbinden: öffentliche Internetbilder, Fahrzeuge, Tatmuster oder biometrische Merkmale – gezielt, anlassbezogen und unter menschlicher Kontrolle.

Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass solche Instrumente nur dann gesellschaftliche Akzeptanz finden können, wenn ihr Einsatz rechtsstaatlich, verhältnismäßig, transparent, kontrollierbar und demokratisch legitimiert erfolgt. Moderne Sicherheitstechnologie und der Schutz der Grundrechte sind für mich keine Gegensätze. Ziel muss eine Sicherheitsarchitektur sein, die technisch leistungsfähig ist und zugleich klare rechtliche Grenzen einhält.

Mein Anspruch besteht darin, Chancen und Risiken neuer Technologien sachlich zu untersuchen und konstruktive Beiträge zur sicherheitspolitischen Debatte zu leisten.

Das Sibyl-System

Ein zentrales Zukunftskonzept meiner Analysen ist das sogenannte Sibyl-System.

Das Sibyl-System ist die Vision eines KI-gestützten Analyse- und Entscheidungssystems für das Gemeinwohl. Es versteht sich nicht als Instrument zur pauschalen Überwachung der Bevölkerung, sondern als technisches Konzept zur Unterstützung von Gefahrenabwehr, Prävention und Strafverfolgung bei schweren Bedrohungen.

Ein solches System könnte relevante Informationen aus unterschiedlichen Bereichen miteinander verknüpfen, komplexe Muster erkennen und Entscheidungsträger auf mögliche Gefahrenlagen aufmerksam machen.

Dabei wäre insbesondere die Verbindung digitaler Hinweise mit Entwicklungen im öffentlichen Raum von Bedeutung. Rechtmäßig erhobene digitale Spuren, öffentlich zugängliche Informationen, Fahrzeuge, Tatmuster und biometrische Merkmale könnten innerhalb klarer gesetzlicher Grenzen zusammengeführt und analysiert werden. Eine solche Analyse müsste stets gezielt, anlassbezogen, nachvollziehbar und unter menschlicher Kontrolle erfolgen. Ziele wären insbesondere:

  • die frühzeitige Erkennung schwerwiegender Gefahren
  • die Unterstützung komplexer Ermittlungen
  • die Analyse digitaler und physischer Zusammenhänge
  • die bessere Vernetzung relevanter Informationen
  • die Unterstützung menschlicher Entscheidungen
  • die Verhinderung schwerer Straftaten und Bedrohungslagen

Ein Sibyl-ähnliches System wäre für mich nur unter strengen rechtsstaatlichen Voraussetzungen denkbar:

  • menschliche Kontrolle aller relevanten Entscheidungen
  • eindeutige gesetzliche Begrenzung der Befugnisse
  • gerichtliche und parlamentarische Aufsicht
  • Transparenz und Nachvollziehbarkeit
  • Schutz von Grundrechten und Datenschutz
  • klare Zuständigkeiten
  • Trennung zwischen Risikoanalyse und Schuldzuweisung

Der zentrale Leitgedanke lautet:

„Sibyl soll nicht jeden Menschen kontrollieren. Sibyl soll schwere Gefahren erkennen, bevor sie Menschenleben kosten.“

Eigene Tests und strategische Sicherheitsanalysen

Ein eigenständiger Bestandteil meiner Arbeit ist das Projekt „Operation Sentinel“. Unter diesem Namen führe ich eigene analytische Tests und Belastungsprüfungen zu zukünftigen Gefahrenlagen sowie zur tatsächlichen Leistungsfähigkeit moderner Sicherheitsarchitekturen durch. Dabei beziehe ich auch die Gesellschaft und ihre IT-Systeme als Werkzeuge in die Tests ein und berücksichtige Erkenntnisse aus früheren Tests und Sicherheitsanalysen.

Bei früheren niedrigschwelligen Tests und strategischen Sicherheitsanalysen habe ich sinnbildlich in einen tiefen, dunklen Abgrund geblickt. Sichtbar wurde eine Gesellschaft, deren digitale und analoge Gewohnheiten sowie deren IT-Systeme unwissentlich dazu beitragen könnten, dass Kriminelle, Straftäter und Terroristen ihre Aktivitäten vorbereiten, durchführen, verschleiern oder ausweiten.

Begleitet werden solche Proteste häufig von Warnungen aus Politik, Medien und Zivilgesellschaft, der Staat wolle die gesamte Bevölkerung überwachen, eine digitale Massenkontrolle errichten oder Zustände wie in China einführen.

Es entsteht damit ein schwerwiegender Widerspruch: Teile der Bevölkerung wehren sich gegen staatliche Technologien, die dem Schutz der Allgemeinheit dienen sollen, während dieselbe Bevölkerung genau jene digitalen und analogen Strukturen bereitstellt, die von Kriminellen, Straftätern und Terroristen ausgenutzt werden können.

Die Entstehung des Sibyl-Systems

Aus dieser Erkenntnis ist mit der Zeit die Idee des Sibyl-Systems entstanden – eines KI-gestützten Analyse- und Entscheidungssystems, das verstreute Hinweise nicht nur einzeln betrachtet, sondern miteinander in Beziehung setzt. Es soll erkennen, wenn aus zunächst unauffälligen Vorgängen ein gefährliches Gesamtbild entsteht.


Kritische Einordnung bestehender Strukturen

Die bestehenden Unterstützungs- und Beschäftigungsstrukturen werden meinem persönlichen Anspruch, meinen fachlichen Interessen und meinem tatsächlichen Potenzial nach meiner Erfahrung häufig nicht gerecht. Dies betrifft insbesondere meine Erfahrungen mit Werkstätten für Menschen mit Behinderung, den Schwarzenbeker Werkstätten des Lebenshilfewerks, der ambulanten Eingliederungshilfe der Brücke Schleswig-Holstein sowie der Grone-Schule Schwarzenbek.

In ihrer praktischen Ausgestaltung habe ich solche Einrichtungen häufig nicht als Orte echter fachlicher Förderung erlebt. Statt individueller Entwicklung entsteht teilweise der Eindruck stark vereinfachter und wenig anspruchsvoller Strukturen für Erwachsene. Menschen werden aus meiner Sicht zu häufig nach Diagnosen, formalen Abschlüssen oder institutionellen Kategorien eingeordnet, anstatt nach ihren tatsächlichen Fähigkeiten, Interessen und Potenzialen beurteilt zu werden.

Viele Maßnahmen orientieren sich am niedrigsten gemeinsamen Anforderungsniveau der Teilnehmenden. Dadurch werden fachliche Tiefe, Eigenverantwortung und individuelle Entwicklung stark eingeschränkt. Für Menschen mit ausgeprägtem analytischem, technischem oder wissenschaftlichem Interesse kann ein solches Umfeld unterfordernd, einengend und langfristig entwicklungsschädlich wirken.

Auch die Förderpraxis der Eingliederungshilfe im Kreis Herzogtum Lauenburg betrachte ich aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen kritisch. Aus meiner Sicht besteht ein strukturelles Problem: Verwaltung und Beschäftigung werden organisiert, während echte fachliche und persönliche Entwicklung nur begrenzt ermöglicht wird.